Schläuche für Kohlenwasserstoffe: Typen, Anwendungen und wie man den richtigen auswählt
Kohlenwasserstoffschläuche sind grundlegende Elemente in zahlreichen Industrieanlagen, die für den Transport, das Be- und Entladen sowie die Umfüllung von Kraftstoffen, Ölen und anderen Erdölprodukten bestimmt sind.
Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Industrieschlauch muss ein Schlauch, der für den Einsatz mit Kohlenwasserstoffen vorgesehen ist, aus Materialien bestehen, die mit der zu transportierenden Flüssigkeit kompatibel sind und eine ausreichende Beständigkeit gegenüber Faktoren wie Druck, Temperatur, Abrieb, Witterungseinflüssen oder der Ansammlung statischer Elektrizität gewährleisten.
Was sind Kohlenwasserstoffschläuche?
Kohlenwasserstoffschläuche sind flexible Leitungen, die speziell für das Ansaugen, Fördern oder Umfüllen von Kraftstoffen, Ölen und Erdölprodukten entwickelt wurden. Je nach Anwendung gibt es spezielle Lösungen für das Fördern, für das Ansaugen und Fördern oder für bestimmte Anwendungen und Kraftstoffarten.
Unterschied zwischen Zuleitungsschläuchen, Saugschläuchen und kombinierten Saug- und Zuleitungsschläuchen
Je nach Strömungsrichtung und Betriebsbedingungen lassen sich drei Haupttypen von Kohlenwasserstoffschläuchen unterscheiden:
A) Zuleitungsschläuche
Sie sind für den Transport von Kohlenwasserstoffen unter Druck von einem Ursprungsort zum anderen ausgelegt. Ihre Konstruktion ist primär darauf ausgerichtet, dem im Betrieb entstehenden Innendruck standzuhalten. Sie werden häufig bei der Kraftstoffversorgung, dem Umschlag und der Entladung eingesetzt.
B) Saugschläuche
Sie sind für den Betrieb unter Unterdruck oder Vakuum ausgelegt, wenn die Flüssigkeit von einer Pumpe angesaugt wird. Daher verfügen sie über eine strukturelle Verstärkung, die ein Quetschen oder Zusammenfallen des Schlauchs während des Ansaugvorgangs verhindert. Sie werden häufig beim Be- und Entladen von Kohlenwasserstoffen aus Tanks, Tankern oder anderen Behältern eingesetzt.
C) Saug- und Druckschläuche
Sie vereinen beide Funktionen und ermöglichen den Betrieb sowohl im Saug- als auch im Druckmodus. Daher stellen sie eine besonders vielseitige Lösung für Be- und Entladevorgänge sowie Transferprozesse dar, bei denen die Produktflussrichtung variieren kann.
Wie wählt man einen Schlauch für Kohlenwasserstoffe aus?
Vor der Auswahl eines Schlauchs ist es ratsam, mehrere technische Parameter festzulegen.
1. Zu transportierendes Produkt
Es ist erforderlich, nach Möglichkeit Folgendes zu identifizieren: Diesel, Benzin, Mineralöl, Erdöl, Spezialkraftstoffe, Gemische mit sauerstoffhaltigen Komponenten, Produkte mit einem bestimmten Anteil an Aromaten.
2. Funktion des Schlauchs
Jeder Schlauch verfügt über die für seine jeweilige Funktion geeigneten Eigenschaften.
3. Betriebsdruck
Der tatsächliche Maximaldruck im Kreislauf muss ermittelt und mit dem maximal zulässigen Betriebsdruck des Schlauchs verglichen werden. Der Betriebsdruck darf nicht mit dem Berstdruck verwechselt werden.
4. Temperatur
Die Flüssigkeitstemperatur und die Umgebungstemperatur haben ebenfalls einen direkten Einfluss. Ein Schlauch kann sich anders verhalten, wenn er dauerhaft bei hohen Temperaturen oder in besonders kalten Umgebungen betrieben wird.
5. Innendurchmesser
Der Durchmesser muss an die erforderliche Durchflussrate und die Eigenschaften der Anlage angepasst werden.
6. Minimaler Krümmungsradius
Wird ein Schlauch unterhalb des vorgegebenen Radius gebogen, kann dies zu Verformungen, Beschädigungen der Verstärkungen und einer Verkürzung seiner Lebensdauer führen.
Gängige Anwendungen
Kohlenwasserstoffschläuche finden in zahlreichen Industriezweigen Verwendung.
Transport und Verteilung von Kraftstoffen
Eine der häufigsten Anwendungen ist die Umfüllung von Kraftstoffen aus Tankwagen und Transportfahrzeugen in Lagertanks oder -anlagen. Hierbei sind mechanische Festigkeit, Flexibilität, elektrische Leitfähigkeit und Beständigkeit gegenüber dem transportierten Produkt besonders wichtig.
Industrie
In Industrieanlagen können sie zum Transport von Ölen, Kraftstoffen und verschiedenen Erdölprodukten eingesetzt werden.
Die Auswahl hängt von den Eigenschaften des Fluids und den spezifischen Druck-, Temperatur- und Montagebedingungen ab.
Maschinen und öffentliche Arbeiten
Bestimmte Geräte benötigen flexible Systeme zur Versorgung oder zum Transfer von Kraftstoffen und Ölen.
In diesen Umgebungen können neben der chemischen Beständigkeit auch Abriebfestigkeit und Flexibilität von besonderer Bedeutung sein.
Petrochemischer Sektor
Petrochemische Anwendungen können besonders anspruchsvolle Bedingungen darstellen. In diesen Fällen muss die Auswahl auf den genauen Spezifikationen des chemischen Produkts und den Betriebsbedingungen basieren, wobei den erforderlichen Normen und Zulassungen besondere Aufmerksamkeit zu widmen ist.


